Meine Motivation

Ich bin mit der Situation “rund um das Rathaus” und dem Bild unserer Gemeinde in der
Öffentlichkeit unzufrieden.

Mit der Beurlaubung und Abwahl unseres letzten Bürgermeisters ging für mich spürbar eine Zeit der Orientierungslosigkeit einher und unsere Gemeinde hat nicht zuletzt über die Medienberichterstattung Schaden genommen.

Für mich war schnell klar –
es muss sich etwas ändern – ein neuer Bürgermeister muss her!

Umso mehr freute es mich, als im vergangenen Jahr die Fraktionen aller Parteien in der
Gemeindevertretung den Entschluss fassten, einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten
für die Nachfolge zu finden und aufzustellen.

Der Weg ist meines Erachtens zwar nicht gerade den Grundprinzipien unserer Demokratie Rechnung getragen (der Begriff “Wahl“ beinhaltet „Auswahl“!) – aber diese Willenserklärung empfand ich ermutigend und ein richtiges Zeichen unserer Parteien, einen übergreifenden
Neuanfang zu starten.

Aber dann ging aus meiner Sicht alles schief.

Zunächst gelang es den fünf Fraktionen nicht wirklich einen gemeinsamen Kandidaten
zu präsentieren. Als die Benennung der beiden Kandidatinnen über die Bündnisse CDU/BFB
sowie SPD/WHU erfolgte, fiel meine Entscheidung, mich ebenfalls zur Wahl zu stellen.

Warum?
Ein Bürgermeister sollte unabhängig und parteiübergreifend agieren können.
Beides konnte und kann ich bei beiden Kandidatinnen nicht erkennen, so dass bei mir
der Wunsch nach einer Alternative reifte.
Ein weiterer Kandidat war nicht ersichtlich, die Bürger müssten sich demnach für ein
Parteienlager entscheiden.

Das Bürgermeisteramt sollte jedoch kein rein politisches Amt sein.
Beide Kandidatinnen hatten von den Parteien keine 100%-ige Zustimmung bekommen,
selbst unbenommen der im Vergleich zu den Wahlberechtigten sehr geringen Anzahl der
Parteimitglieder.

Meine Erwartungshaltung an das Amt des Bürgermeisters

  1. Präsenz in der Gemeinde.
    Er soll vor Ort ansprechbar sein und die Nähe zu den Bürgerinnen, Bürgern und den       ansässigen Unternehmern haben.
  2. Parteienneutralität.
    Er soll unparteilich und bestmöglich unvorbelastet sein. Seine Rolle ist die Beratung und      Impulssgebung für die Politik und ausführendes Organ gegenüber der Gemeinde. Dabei bewegt er sich auf Augenhöhe mit allen Mitgliedern des Gemeinderates und das über die Parteigrenzen hinweg, um Konsens und Kompromiss bemüht. Er ist Vertreter aller Gemeindemitglieder und nicht einzelner Gruppen, dem Gemeinwohl verpflichtet, der Gemeinde dienend.
  3. Verwurzelung in der Gemeinde.
    Er soll im Wahlgebiet leben und sich mit der Gemeinde identifizieren. Bestmöglich kommt er aus der Mitte unserer Gemeinde, denn dort findet sich die größte Schnittmenge aller Interessen.
  4. Qualifikation für das Amt.
    Die Fähigkeit zur Führung dieser großen Verwaltung, den Mitarbeitern/innen sowie zur Vermittlung von Orientierung und Werteverständnis. Er soll verwaltungserfahren und Mittler zwischen Gemeindevertretung und Bevölkerung sein. Er soll fähig sein, die unterschiedlichen Interessen zu Gesamtergebnissen zusammenzuführen und die gut ausgebildeten Mitarbeiter der Gemeinde im Sinne der Gemeinde auszurichten.
  5. Ein offenes Ohr.
    Er soll für die Interessen der Gemeinde erreichbar sein und ihm das Wohlergehen aller am Herzen liegen. Die Kunst liegt darin, niemanden unterwegs zu verlieren. Er soll sich kümmern und um Interessenausgleich bemüht sein.

Diese Erwartungen und Ideale werde ich mit all meiner Kraft und Engagement versuchen zu erfüllen. Erfahrungen in polizeilichen Verantwortungsbereichen und der dort notwendigen Lernwillig- und -fähigkeit – in meinen Augen die mit wichtigsten Eigenschaften ! – bringe ich mit.
Die Parteienbindung meiner Kontrahentinnen entmutigt mich nicht, einen selbstbewussten Wahlkampf zu führen.
Insofern möge unsere Gemeinde über das Rathaus entscheiden.

Ich bitte daher um Ihre Stimme bei der Wahl am 16. März 2014 und freue mich auf die neue Herausforderung!